Das Spiel war schon vorletzten Sonntag, aber ich konnte mich bislang einfach nicht dazu aufraffen einen Bericht über die Tour zu schreiben. Jetzt sitze ich hier und beobachte den schlafenden
Kalle und da hab ich eh nicht viel anderes vor.
Zu Beginn sei das Spiel an sich angesprochen.
Die TuS zeigte nach dem
Sieg gegen Braunschweig eine wirklich ansehnliche Leistung. Von vielen Arena-Guckern und Stammtischtrainern wurde zwar wieder alles kritisiert, was man so an einem Fußballspiel(er) kritisieren kann, aber davon braucht man sich ja nicht stören lassen .. das ist sowieso absoluter Standard!
Die TuS zeigte in der ersten Hälfte, soweit ich das sagen kann, eine akzeptable Leistung, und hatte in der zweiten Hälfte während einer Drangperiode Pech und traf zwei Mal das Aluminium. Gehen die beiden Dinger rein, hat der Trainer alles richtig gemacht, die Spieler haben super gespielt und überhaupt hätten wir verdient gewonnen. Die Bälle prallten aber nicht ins Tor und so blieb den gut 100-120 Koblenzer, die die Reise nach Burghausen (an der österreichischen Grenze!) auf sich genommen hatten, der Torjubel leider verwehrt. So kam es, dass Burghausen in den letzten 10- 15 Minuten nochmals aufkam und fast noch das entscheidende 1:0 erzielt hätte, aber auch hier stand der Pfosten im Weg.
Letztlich kann man vor allem mit der Leistung der Mannschaft zufrieden sein, auch wenn es an diesem Sonntag schon drei Punkte hätten sein können, vielleicht sogar müssen. Aber wie gesagt, gehen die beiden Pfostenschüsse rein, wäre so mancher Pessimist und Unruhestifter ruhig geblieben oder sehr schnell verstummt!
Nun aber noch kurz zur eigentlichen Tour, die 90 Minuten Fußball sind ja im Verhältnis zu den gut 22 Stunden, die ich unterwegs war, verschwindend gering.
Mein Auswärtsspiel begann am Sonntag um kurz nach 3:00 Uhr, obwohl ich eigentlich die ganze Nacht wach war .. aber egal.
Kurz geduscht, ein Müsli gegessen, Sachen gepackt und ab ins Auto. Zwei Kumpels abgeholt und zum Oberwerth. Die Abfahrt war auf 4:30 Uhr angesetzt, aber aufgrund einer Verspätung des Busses fuhren wir erst kurz vor 5 Uhr ab. Knappe acht Stunden später erreichten wir dann Burghausen .. und Burghausen liegt am Arsch der Welt. Sorry Jungs, nichts gegen Euch oder Eure Stadt, aber meine Fresse. Die letzten 90 Kilometer übers Land sind schon wirklich nervenaufreibend ... gut, dass ich so müde war: ich habe viel geschlafen

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Zu empfehlen im Wacker-Sportpark ist das kleine Kiosk am Haupteingang (einfach mal vorbeigehen, das stört keinen .. nur so ein paar pubertäre Kiddies, die nicht wirklich wissen, was ein Ultrà is, aber so tun, als wären sie einer ... quasi rumprollen .. hehe). Da gibt s wirklich ein sehr gutes Bier, irgendsoein Helles, den Namen habe ich leider vergessen. Probiert das mal. Ist billig und lecker.
Weiterhin zu erwähnen sind die tollen Eintrittspreise. Normal acht Euro und ermäßigt für Schüler, Auszubildende, Studenten sage und schreibe
drei Euro! Lest das gut ihr anderen Proficlubs! Drei Euro!
Die Tribüne im Stadion war wieder so ein Stahlgerüst wie schon in
Fürth. Sehr gefährliche Stufen, was eine Koblenzerin zu spüren bekam. In der Pause rutschte sie aus und holte sich eine Prellung an der Hüfte ab und musste sogar mit dem Notarzt abtransportiert werden. Nunja, sicherlich noch Verbesserungsbedarf.
Die Rückfahrt war dann natürlich, wie immer, anstrengend und ich war sehr froh, als ich dann irgendwann in Remagen in mein Bett fallen konnte.
Wie immer würde ich es aber sofort wieder machen, auch wenn ich am nächsten Tag schon sehr früh wieder raus musste und dementsprechend "groggy" war. Gut, dass es Koffein gibt .. und bäh, ich mag keinen Kaffee ..