Schon vor gut einem Jahr
entschloss ich mich dafür nicht mehr aktiv auf der Plattform
StudiVZ teilzunehmen.
Damals schrieb ich
Ich habe mich auch etwas gegen die Nichtnutzung des StudiVZ gestreubt, da alle meine Freunde an der FH dort registriert sind und man doch auch mal schnell 'ne Nachricht verschicken kann oder Ähnliches.
und so hatte ich das auch weiterhin gehalten. Wenn auch eher so, dass ich anderen Kommilitonen eher die Chance gegeben habe mich über diese Plattform zu kontaktieren.
Nun gab es vor einiger Zeit allerdings eine
Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und da hörte es dann komplett für mich auf. Ich
informierte auch andere Studenten des RheinAhrCampus darüber, wobei das anscheinend niemand interessiert hat. Nunja, nicht mein Problem.
Eine super
Zusammenfassung der Situation findet man bei
Europolitan. Bin
über zweinull.cc darauf gestoßen. In besagtem Blog findet man noch einen weiteren interessanten und in meinen Augen
lesenswerten Artikel. Wenn man etwas sucht, findet man aber natürlich weitere Informationen und
Meinungen zum Thema.
Viel Text zum Lesen. So zitiere ich einfach ein paar Stellen, die mir einfach im Kopf geblieben sind.
Nachdem die erste Version, der zufolge die Nutzer mit Werbung über SMS und Instant Messenger zu rechnen hatten, abgeschwächt wurde, sorgen die Passagen um die Weitergabe von Daten an Dritte und personenbezogener Werbung für Wirbel.
Himmel, Werbung per ICQ und SMS ... sind wir schon so konsumgesteuert?
Das Prozedere von StudiVZ widerspricht in der Tat dem sogenannten „Kopplungsverbot" im Datenschutz: Die Erbringung eines Dienstes dürfe nämlich nicht davon abhängig gemacht werden, dass ein Nutzer in die Verarbeitung oder Nutzung seiner Daten einwillige, so der Bundesbeauftragte für Datenschutz Peter Schaar.
Ob
der Gesetzestext noch aktuell ist kann ich nun aber nicht ohne Weiteres sagen. Da müsste ich mich nochmal etwas mit befassen.
Viele Nutzer gehen viel zu freizügig mit sehr persönlichen Informationen und teils brisantem Bildmaterial um. Ihnen scheint nicht klar zu sein, dass nicht nur die Freunde und StudiVZ mitlesen, sondern auch potentielle Arbeitgeber oder Professoren. Das war auch bereits vor den neuen AGBs so, hinzu kommt nun die Gefahr, mit unerwünschten Werbemails dauerbeschallt zu werden.
Und noch viele weitere Passagen.
Ich will nicht dazu aufrufen, dass man das Portal boykottieren sollte. Ich möchte nur, dass man sich mal Gedanken darüber macht, was diese Änderung der Geschäfts- und Nutzungsbedingungen überhaupt bedeutet.
In diesem Sinne, viel Geduld bei Lesen der ganzen Quellen und viel Erfolg bei der richtigen Entscheidung.
Ich bin ab sofort nicht mehr über das StudiVZ erreichbar, da ich die neuen AGB nicht akzeptieren werde. Mein Nutzerprofil wird dann irgendwann auch gelöscht .. aber das ist nun auch nicht wirklich der Weltuntergang.