Ich habe das 1996 erschienene Buch bereits vor zehn Jahren als Jugendlicher gelesen. Nach der zweiten Lektüre in den letzten beiden Tagen muss ich sagen, dass ich das Buch wirklich gut finde und gerne weiterempfehlen möchte.
Rainer M. Schröder hat mit dem Taschenbuch
Sir Francis Drake - Pirat der Sieben Meere ein Jugendbuch, so mag ich es bezeichnen, geschrieben, welches wirklich innerhalb kürzester Zeit verschlungen werden kann.
Die gut 250 Seiten habe ich in zwei Etappen gelesen und aufgrund des lockeren Schreibstils war ich danach nicht wirklich angestrengt.
Die Buchrückseite enthält folgende Einführung
Francis Drake - allein sein Name läßt die Feinde Englands in der zweiten Hälfte des 16.Jahrhunderts erzittern. Angetrieben von persönlichem Ehrgeiz und einem unbändigen Haß auf alles Katholische, überfällt und plündert er die spanischen Kolonien in der Karibik und Mittelamerika. Im Jahr 1577 macht er sich im Auftrag von Königin Elisabeth I. zu einem weiteren Beutezug in die Karibik auf - oft ist der Ausgang der Reise ungewiß. Denn neben den Unwägbarkeiten des Wetters drohen Verrat und politische Intrigen das Unternehmen zum Scheitern zu bringen. Drei Jahre sind Drake und seine Mannschaft unterwegs, bevor ihr Schiff wieder im Hafen von Plymouth einläuft. Hinter ihnen liegt das größte Abenteuer ihrer Zeit - die Umseglung der Welt.
Ein spannend erzählter und exakt recherchierter Abenteuerroman über den wohl berühmtesten Freibeuter aller Zeiten.
Der Autor erzählt ausführlich die Geschichte vom Freibeuter
Francis Drake (später geadelt) und seinen Expeditionen bzw. Kaperfahrten nach Süd- und Mittelamerika.
In einer
Rezension bei Amazon.de schreibt Nico Pätzel
Wer ein bischen was über Drake erfahren möchte und nebei eine Geschichte erzählt bekommen will, ist mit diesem Buch sicherlich zufrieden, wer allerdings Magellan von Stefan Zweig oder Dem Wind ausgeliefert von Peter Aughton gelesen hat, wird mit diesem Buch keineswegs zufrieden sein.
Ich gehöre zu ersten Zielgruppe und war und bin mit diesem Buch somit durchaus zufrieden. Es sei aber auf diese Rezension hingewiesen, damit man auch eine andere Einschätzung kennenlernt.
Was ich an diesem Buch kritisieren würde sind ein, zwei Passagen, in denen sinngemäß in einem Nebensatz steht ", das heutige Peru". Also quasi eine Erklärung außerhalb der eigentlichen Geschichte zum Verständnis des Lesers. Mir sind diese beiden Stellen sofort aufgefallen und ich habe sie demnach als störend empfunden. Im Endeffekt aber nur Kleinigkeiten, auf denen man nicht herumreiten muss.
Ein weiterer Punkt ist das recht "schnelle" Ende. Wird auf dem Buchrücken noch mit der Geschichte der Weltumseglung geworben, so ist diese letztlich nur Mittel zum Zwecke der Flucht vor den Spaniern und der Vermeidung der Rückreise durch die
Magellanstraße. Dieser letzte Teil des Buches hätte in meinen Augen etwas mehr Inhalt verdient gehabt, da so das Ende des Buches doch recht abrupt kam.
Nichtsdestotrotz gibt es von mir
vier von fünf möglichen Sternen.
Sir Francis Drake - Pirat der Sieben Weltmeere
252 Seiten, Taschenbuch
6,00 Euro
ISBN 3-570-20126-0
Erschienen im Bertelsmann-Verlag