Die Entdeckung der Langsamkeit von Sten Nadolny wurde mir von
Johannes Schlichenmaier empfohlen.
Das Buch behandelt, nicht ganz authentisch, das Leben des britischen Nordpolforschers
John Franklin, welcher auszog, um die Nordwestpassage zu entdecken.
Über den Inhalt des Buches möchte ich an dieser Stelle nichts weiter schreiben und verweise gerne auf die
Produktbeschreibung bei Amazon.de.
Ich habe mir dieses Buch gekauft ohne zu wissen, auf was genau ich mich einlasse. Das vorweggenommen Fazit ist, dass ich dieses Buch ausnahmslos weiterempfehlen möchte.
Der Autor schafft es dem Leser zu vermitteln, dass es durchaus nicht nur negativ ist, wenn man langsamer als die Menschen um einen herum ist.
Aus der Sicht von John durchlebt man sehr detailreich die Kindertage, die erste Zeit in der Schule und auch die ersten Jahre als Seemann.
Im Verlauf des Buchs gibt es eine Aussage, ich weiß nicht mehr genau von welchem Charakter - es könnte aber durchaus John selbst gewesen sein oder war es doch Mr.Richardson? - , dass die Zeit umso schneller an einem vorbeizieht, desto älter man wird.
Mir kommt es vor, dass der Autor genau dies in seinem Buch umsetzt.
Je näher man an das Ende des Buches heranrückt, desto weniger Details werden aus dem Leben Franklin's erzählt. Ehe man sich versieht ist John über 50 Jahre alt und Gouverneur.
Dieses "Stilmittel" finde ich genial.
Ich finde es schwer dieses Buch in Form einer Rezension zu kritisieren, zu beschreiben, herauszustellen, was ich so toll an ihm finde.
Ich kann nur sagen, dass es kein Buch ist, dass man schnell durchlesen kann. Irgendwie wäre das auch gegen alles, was in diesem Buch vermittelt werden soll.
Ich stimme Johannes in der Aussage
Gut zu lesen. Teilweise spannend und durchweg interessant geschrieben und es macht nachdenklich!
vollkommen zu und kann nur hinzufügen, dass ich es sehr gerne vor dem Schlafengehen gelesen habe. Ein oder zwei Kapitel haben mir vollkommen gereicht und am nächsten Abend habe ich mich schon wieder auf die nächsten beiden gefreut.
Das Buch ist seinen Preis auf jeden Fall wert. Wenn man bei
eBay schaut, kann man eventuell noch ein Schnäppchen machen.
Ich würde mich über Kommentare zu diesem Buch freuen.
Mehr zum Thema:
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Narrative of a Journey to the shores of the Polar Sea in the years 1819, 20, 21 and 22, London 1823 (der Original Expeditionsbericht)
Ich habe, in der Kürze, keine weiteren frei verfügbaren Quellen gefunden. Wenn jemand welche kennen sollte würde ich mich über eine Benachrichtung freuen.
Viel Spaß beim Lesen. Es lohnt sich.
Grüße, Benni.