Um es mal vorne ganz knallhart raus zu sagen.
Mich berührt das Verschwinden dieser Studentin ehrlich gesagt überhaupt nicht. Nun gut, sie ist verschwunden, eventuell ist ihr etwas angetan worden. Okay, das ist scheiße, aber was soll und kann ich daran drehen und ändern?. Genau gar nichts
Mittlerweile ist das doch der neue Web 2.0- und Boulevard-Hype, da sind ja Paris Hilton im Knast und der G8-Gipfel plötzlich völlig uninteressant.
Ich bin soeben ein wenig über
de.wordpress.com gesurft und so
über Umwege zu einem
interessanten und kritischen Blogartikel gelangt.
Dort heißt es
Dass sich dieser Fall durch das Internet so schnell ausbreitet ist auf der einen Seite sehr positiv, jedoch bietet das Internet auch leider eine Plattform für wilde Spekulationen über das Verschwinden von Tanja. Die Freunde von Tanja beklagen im StudiVZ auch bereits, dass der Grad zwischen wirklicher Anteilnahme und reiner Sensationsgier leider oft nur sehr schmal ist.
Danke! Endlich bringt das mal jemand auf den Punkt.
Ich habe mich nicht wirklich mit der Thematik auseinandergesetzt, habe ich auch kein Interesse daran. Da ich aber gerne im Web 2.0 stöbere stoße ich eben immer wieder auf diese Blogartikel. Was im StudiVZ diesbezüglich los ist, kann ich nicht beurteilen, da ich dort ja
nicht mehr aktiv bin.
Allerdings findet man in verlinktem Artikel im Trierer Medienblog auch einen
sehr guten Kommentar:
Aber wie vielen Leuten in dieser Gruppe geht es denn noch um echte Anteilnahme und nicht um bloße Sensationsgeilheit? Wie vielen Leuten in dieser Gruppe geht es noch um echte Fakten und nicht um irrsinnige Spekulationen? Wie vielen Leuten geht es denn noch wirklich um Tanja?
Mehr als 11000 Leute haben sich in dieser Gruppe angemeldet. Man könnte nun sagen, dass dies aus Solidarität geschieht ... joa, klingt doch ganz gut.
Aber vielleicht ist es ja auch nur das altbekannte Phänomen. Lieber eine Gruppe mehr, als eine zu wenig und so tun, als würde man sich voll mit der jungen Frau solidarisieren, anstatt, so wie ich in diesem Artikel, einfach zugeben, dass es einen eigentlich genau gar nicht interessiert.
Leute .. einfach mal ehrlich zu sich selbst sein.
Es ist ja durchaus legitim sich über die
Fahndung auf dem Laufenden zu halten, aber doch nicht mit so gehäuchelter Anteilnahme!
In diesem Sinne .. auf ein positives Ende dieser Fahndung!